Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI)

Das HPI in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ an – eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit 450 Studenten genutzt wird.
Am HPI gibt es zehn Fachbereiche, die das Institut in seiner Ausrichtung auf die Softwaretechnik prägen. Insgesamt 50 Professoren und Dozenten sind am HPI tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme. Das Hasso-Plattner-Institut arbeitet eng mit wissenschaftlichen Partnern im nationalen und internationalen Rahmen zusammen. Darunter sind neben renommierten europäischen Universitäten auch die Stanford University und das Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA sowie die TU Peking. Darüber hinaus bestehen Kooperationen mit namhaften großen Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie wie Microsoft, SAP, Siemens, IBM, T-Mobile und anderen.
Zum HPI gehören ferner eine international ausgerichtete Research School – ein Graduiertenkolleg für Doktoranden und Postdocs – sowie die „HPI School of Design Thinking“. An dieser werden kreative Querdenker aller Disziplinen darin ausgebildet, nutzerfreundliche, machbare und Erfolg versprechende Innovationen für alle Lebensbereiche zu entwickeln.

Projekttitel:
Entwicklung einer selbst-adaptiven, priorisierenden Middleware (SaPiMa) für eine intelligente, telemedizinisch integrierbare Plattform für die ambulante Versorgung in strukturschwachen Gebieten

Kurzbeschreibung des Projekts:
Die Arbeitsgruppen „Betriebssysteme und Middleware“ (HPI-BSM) unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Polze und „Internet-Technologien und Systeme“ (HPI-ITS) unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Meinel am Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik haben im Verbund mit der Firma GETEMED AG die Entwicklung und Validierung einer selbstadaptive, priorisierenden Middleware (SaPiMa) für den Einsatz in telemedizinischen Szenarien durchgeführt. SaPiMa soll zunächst für kardiologische Untersuchungs- und Behandlungsszenarien (mobile Nachsorge) im Kontext der intelligenten Medizingeräteplattform „PhysioGate“ der Firma getemed AG zum Einsatz kommen  und dort die Verbindung zwischen Patient in häuslicher Umgebung und den Telemedizinzentrum herstellen.

SaPiMa adressiert folgende Probleme:

  1. Übertragung von Daten
  2. Adaptive Auswahl von Protokollen
  3. Selbstadaptives, regelbasierendes Verhalten
  4. Tools für Aufbau, Pflege und Wartung des SaPiMa-Regelwerks
  5. Sichere und verlässliche Kommunikation und Verarbeitung der Daten
  6. Downstream-Übertragung der Patientenakte zum behandelnden Arzt

Neben dem Entwurf der Architektur von SaPiMa, der Implementierung, Wartung und Versionierung des Systems (Software-Lebenszyklus) besteht eine weitere Teilaufgabe im hier beschriebenen Projekt darin, eine Real-Time Middleware für die Verknüpfung der Geräte im Patientenhaushalt im Kontext der Medizingeräteplattform PhysioGate zu entwickeln. Diese Aufgabe wird in enger Kooperation mit der Fa. Getemed AG erbracht. Die Arbeitsgruppen HPI-BSM und HPI-ITS werden hier vor allem Beratungs- und Evaluierungsleistungen für die Fa. Getemed AG erbringen.

Weitere Informationen zu den beteiligen Arbeitsgruppen:

Das Teilprojekt SaPiMa wurde im Jahr 2013 erfolgreich abgeschlossen.

 

Ansprechpartner:

Wissenschaftlicher Leiter:
Prof. Dr. rer. nat. habil. Andreas Polze
Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH
Fachgebiet: Betriebssysteme und Middleware
Postfach 900460, 14440 Potsdam
Telefon: 0331/ 5509-220
Telefax: 0331/ 5509-229
E-Mail: andreas.polze@hpi.uni-potsdam.de