Was ist Telemedizin?

(c) getemed AG

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Das Bild illustriert, wie Telemedizin funktionieren kann. Ein Patient misst beim morgendlichen Frühstück den Blutdruck. Das Beso
ndere: Das Blutdruckmessgerät ist mit einem „Sender“ ausgestattet, der die Blutdruckwerte automatisch und drahtlos in eine Datenbank überträgt. Dabei werden innovative Übertragungstechniken aus der Telekommunikation eingesetzt (deshalb: Telemedizin). In einem Telemedizinischen Zentrum prüfen medizinisches Personal zeitnah die Blutdruckwerte und ähnliche Gesundheitsparameter (wie Gewicht oder EKG). Wenn etwas nicht stimmt, setzen sie sich mit dem Patienten in Verbindung – auffällige Befunde können so früh erkannt und eine medizinische Behandlung rechtzeitig eingeleitet werden.

Kurz gefasst: Im Unterschied zur Präsenzmedizin wird bei der Telemedizin die räumliche Distanz zwischen Patienten und Therapeuten
mit Hilfe von Telekommunikation (z. B. Mobilfunk oder Internet) überwunden.

Welche Formen der Telemedizin gibt es?

  1. Telemedizin nützt Ärzten untereinander zur Übermittlung von Patientendaten, zum Einholen von Zweitmeinungen und zum Wissensaustausch(„doc2doc“-Telemedizin). Sie wird in der medizinischen Weiterbildung, bei besonders komplizierten Fällen oder in entlegenen Gebieten eingesetzt.
  2. Telemedizin wird aber auch in der direkten Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Patienten angewandt („doc2patient“-Telemedizin). Dabei werden vor allem Gesundheitswerte überwacht, aber auch bei Bedarf Diagnosen gestellt und Therapien eingeleitet.

Die zweitgenannte Form der Telemedizin ist die tägliche Aufgabe der Patienten und des ärztlichen Personals eines telemedizinischen Zentrums. Unsere telemedizinisches Zentrum ist von Fachärzten und Fachpflegern besetzt. Fachärzte stellen bei auffälligen Messwerten Diagnosen und koordinieren notwendige Maßnahmen: Im Normalfall benachrichtigen sie Patient und seinen betreuenden Haus- oder Facharzt. Wenn dieser z.B. am Wochenende nicht erreichbar ist, leiten sie selbst eine Therapie ein (wie Dosisanpassungen von Medikamenten). Im akuten Notfall können sie unmittelbar einen Notarzt schicken und Erstmaßnahmen telefonisch unterstützen (z.B. Herz-Lungen-Wiederbelebung oder EKG-Dauermessung, dabei wird die EKG-Messung über einen beliebigen Zeitraum in Echtzeit an das Telemedizinzentrum übertragen.

Ein Video über Telemedizin finden Sie auf der Seite unseres Projektpartners T-Systems International GmbH.

Die Bundesregierung stellt ebenfalls in einem Video das Mitbetreuungsmodell vor.